Bird & Bird erhielt die jüngste Lizenz für das Pekinger Büro einem Bericht des englischen Anwaltsblatts ‚Legal Week‘ zufolge auf innovativem Wege: Demnach stellte nicht wie bisher üblich die englische Partnerschaft der Kanzlei den Lizenzantrag, sondern das Büro in Hongkong. Hintergrund seien die seit Jahresbeginn geltenden neuen Regeln ‚Closer Economic Partnership Agreement‘ (CEPA) zwischen China und Hongkong. CEPA soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Volksrepublik mit der ehemaligen britischen Kronkolonie, die 1997 an China gefallen war, erleichtern.
In Hongkong hatte sich Bird & Bird zuletzt mit mehreren Quereinsteigern verstärkt: Im April kam TK-Partner Marcus Vass von Norton Rose, und bereits im Oktober hatte man mit Nigel Stamp von Clifford Chance einen IT-Partner gewinnen können.
Bei Clifford ist derweil der deutsche Corporate-Partner Jan Wrede aus dem Hongkonger Büro nach Deutschland zurückgekehrt. Der 41-Jährige verstärkt die Transaktionspraxis am Münchner Clifford-Standort. Wrede hatte seit 1997 für Clifford-Vorläufer Pünder den Standort aufgebaut. Ein Kapazitätsabbau sei in der Rückkehr Wredes nicht zu sehen, hieß es dazu bei Clifford. Mit rund 150 Anwälten sei das Büro Hongkong nach wie vor eine der größten Praxen am Ort.
Anders als Bird & Bird zieht sich dagegen Denton Wilde Sapte aus dem asiatischen Markt zurück. Die Kanzlei schliesst unter anderem auch ihr Büro in Peking, ebenso wie im vergangenen Jahr bereits CMS Cameron McKenna.