Die neue Kanzlei der beiden Schweden wird unter dem Namen Kastell an den Start gehen. Neben Kartellrecht wollen sich Karlsson und Söderlind auf die Bereiche Konfliktlösung und Gewerblichen Rechtsschutz konzentrieren. Karlsson und die jüngere Anwältin Natasha Benalal Lindstedt berieten letztes Jahr Vattenfall bei einem Marktmissbrauchsverfahren vor dem schwedischen Kartellamt. Lindstedt wechselte bereits im April dieses Jahres als Senior Counsel zu der Mandantin.
Im Stockholmer Büro sind nach dem Ausscheiden der beiden Partner Ende September noch zwei Associates im Kartellrecht tätig. Die Leitung der Praxis wird der schwedische Partner Jonas Koponen von Brüssel aus übernehmen. In Brüssel hatte Linklaters zum Jahreswechsel die angesehene Kartellrechtlerin Anne Federle an Bird & Bird verloren. Es war bereits der dritte Partnerweggang für die Brüsseler EU-Kartellrechtspraxis (mehr…). Neben dem neuen schwedischen Praxisleiter Koponen sind bei Linklaters derzeit in Brüssel fünf weitere Partner und drei Counsel im Kartellrecht tätig.
Mitte 2009 hatte Linklaters in Stockholm Schlagzeilen gemacht, als die Kanzlei im Zuge einer größeren Restukturierung einige Anwälte verlor. Zwei Vergaberechtspartner verließen die Kanzlei in Richtung des schwedischen Wettbewerbers Hannes Snellman. Laut dem englischen Branchenblatt ,The Lawyer‘ verließen zudem zehn Associates das Büro zwischen Mai 2008 und Mitte 2009. Damals gab die Kanzlei an, sich auf die Kernrechtsgebiete M&A, Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Steuerrecht konzentrieren zu wollen.