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PRESSEMITTEILUNG 27. JANUAR 2014

JUVE-Inhouse-Umfrage:

Unternehmen erhöhen den Druck auf Anwaltskanzleien

  • Stundensatzabrechnung auf dem Rückzug
  • Kanzleien zeigen sich flexibler

 

Köln, 27.01.2014

Der Stundensatz, die traditionelle Abrechnungsmethode der wirtschaftsberatenden Anwälte, steht unter Beschuss: Mandanten setzen immer stärker auf Pauschalhonorare und so genannte Caps, also Maximalhonorare. Nicht einmal mehr ein Viertel der Unternehmensjuristen ist bereit, eine Due Diligence nach Stundensatz abzurechnen. Auch im M&A-Geschäft wollen nur noch 37,5 Prozent der Mandanten eine Stundensatzvereinbarung hinnehmen. Damit sinkt die Akzeptanz dieser Abrechnungsmethode gerade dort, wo viele Wirtschaftskanzleien traditionell den größten Teil ihres Umsatzes machen.

In der wohl umfangreichsten Befragung von Unternehmensjuristen in Deutschland hat der Fachverlag JUVE die aktuellen Markttrends ermittelt und analysiert. Dabei zeigt sich, dass 70 Prozent der Unternehmensjuristen es als eine ihrer Hauptaufgaben betrachten, die Rechtsberatungskosten zu senken. Diesen Druck geben sie an die Kanzleien weiter. Dies gilt vor allem für Großkonzerne und für Unternehmen, die traditionell viel für externe Rechtsberater ausgeben, etwa aus der Finanzbranche. Viele Unternehmen erledigen zudem mehr Arbeit intern und stellen für Routinejobs vermehrt so genannte Paralegals – meist Wirtschaftsjuristen oder Assistenzkräfte – ein

Die Kanzleien kommen nicht umhin, auf diese Entwicklung zu reagieren: So beobachten knapp 47 Prozent der Befragten, dass die Sozietäten ihnen bei der Honorarfrage stärker entgegenkommen als früher. Bei den ‚Großzahlern‘ (Ausgaben für Rechtsberatung mind. 1 Mio. € p.a.) sind es sogar gut 57 Prozent.

Kanzleien geben dem Druck der Mandanten nach

 

Die JUVE Inhouse-Umfrage: An der Online-Umfrage beteiligten sich im Oktober 2013 insgesamt 445 Unternehmensjuristen, die ausschließlich in leitender Funktion tätig sind. Alle Unternehmensgrößen und Branchen waren vertreten. 27 Prozent der Teilnehmer waren in Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern beschäftigt. 17 Prozent geben jährlich mehr als 1 Mio. € für Kanzleien aus, 40 Prozent zwischen 100.000 und 1 Mio. €.

Ausführliche Informationen zur Umfrage und viele Statistiken finden Sie im Magazin JUVE Rechtsmarkt, Ausgabe 02/14, sowie online unter www.juve.de/rechtsmarkt/stundensaetze.

 

Über den JUVE Verlag
JUVE ist Presseverlag und Informationsdienstleister für Wirtschaftsanwälte, Unternehmensjuristen und den juristischen Nachwuchs. Die Zeitschrift JUVE Rechtsmarkt berichtet monatlich über den Markt für Rechtsberatung von Unternehmen.

Weitere Publikationen von JUVE in Deutschland:

  • JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien (16. Ausgabe, November 2013)
  • German Commercial Law Firms (die 15. Ausgabe erscheint im Februar 2014)
  • azur-Karrieremagazin für junge Juristen (halbjährl.), plus Ausgabe „azur 100 – Arbeitgeberranking für Juristen“ (die 6. Auflage erscheint im Februar 2014)
  • Nachrichten aus dem Anwaltsmarkt, Stellenanzeigen und Online-Versionen der Bücher auch unter: www.juve.de und www.azur-online.de. Kostenloser wöchentlicher Newsletter zu bestellen unter: juve-newsline@juve.de.

 

Ihr Kontakt für Rückfragen:

Astrid Jatzkowski, Ressortleiterin Unternehmen (astrid.jatzkowski@juve.de, Tel. 0221/913880-37)
Jörn Poppelbaum, Chefredakteur (joern.poppelbaum@juve.de, Tel. 0221/913880-96)
Jens David, Verlagspressemitteilungen (jens.david@juve.de, Tel. 0221/913880-19)

 

JUVE Verlag für juristische Information GmbH

Sachsenring 6, 50677 Köln
Tel. 0221 / 913 88 0-0
Fax 0221 / 913 88 0-18

 

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