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11.10.2016

Commerzbank-Hochhaus: Samsung greift wieder mit Ashurst zu

Das nächste Frankfurter Hochhaus bekommt asiatische Eigentümer. Die Samsung SRA Asset Management, eine Tochter des südkoreanischen Samsung-Konzerns, kauft den Commerzbank-Turm. Zum Preis machen die Beteiligten keine Angaben. In Immobilienkreisen heißt es, der Deal ist die größte Transaktion einer Einzelimmobilie in diesem Jahr.

Liane Muschter

Liane Muschter

Schon im August wurde Samsung SRA als mögliche Käuferin des 259-Meter-Turms gehandelt. Damals wurde in der Fachpresse ein möglicher Kaufpreis von 733 Millionen Euro für Deutschlands höchstes Bürogebäude kolportiert.

Das Gebäude des englischen Stararchitekten Norman Foster gehörte zunächst zwei geschlossenen Fonds der Bank-Tochter Commerz-Real. Bevor diese Fonds im kommenden Sommer auslaufen, nutzte die Commerzbank eine Ankausfsoption – und unterzeichnete zugleich einen Verkaufsvertrag mit der Patrizia Immobilien AG.

Diese kauft das Commerzbank-Hochhaus als Investment-Manager. Dabei agiert sie im Rahmen eines Individualmandats für den Samsung-Konzern. Doch der Turm am Kaiserplatz mit einer Gesamtmietfläche von 120.000 Quadratmetern steht auch künftig der Commerzbank zur Verfügung. Sie unterschrieb neben den An – und Verkaufsverträgen auch einen neuen langjährigen Mietvertrag. 

Berater Samsung
Ashurst (Frankfurt): Dr. Liane Muschter (Immobilienrecht) – aus dem Markt bekannt

Christian Keilich

Christian Keilich

Berater Commerzbank
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. Christian Keilich (Federführung; Real Estate), Thorsten Sauerhering (Steuerrecht), Dr. Jörg Rhiel (Corporate), Dennis Blechinger (Real Estate); Associates: Agnieszka Pikul (München), Jörg Reinshagen, Magda Pawela-Häusler (alle Real Estate),  Dr. Dominik Engl, Laura Lamster (beide Steuerrecht), Carmen Büker (Corporate)
Inhouse (Frankfurt): Matthias Woldter, Markus Vetter – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die Commerzbank setzte bei dieser mehrspurigen Transaktion auf ein vertrautes Team von Clifford. Der Immobilienrechtspartner Keilich hatte die Bank auch 2011 und 2013 bereits beim Verkauf der Frankfurter Bürohochhäuser Silberturm und Gallileo unterstützt, die beide an den Bonner Immobilienkonzern IVG gingen. IVG reichte den Silberturm im vergangenen Jahr – wiederum mithilfe von Keilich – weiter an Samsung SRA. Die Koreaner hatten auch bei diesem Deal bereits Ashurst mandatiert. 

Allerdings lag die Federführung bei dem damaligen Partner Peter Junghänel. Junghänel hat inzwischen mit anderen Ashurst-Anwälten für die US-Kanzlei Goodwin Procter deren erstes deutsches Büro eröffnet. (Sonja Behrens)