WICHTIGSTE ENTWICKLUNGEN

Neue Nachbarn und leere Büros

Wer wo eröffnet oder sich zurückgezogen hat

In Berlin:

  • Die US-amerikanische Kanzlei Hausfeld startet in Deutschland mit dem früheren Kartellrechtschef der Deutschen Bahn – und positioniert sich in den Klagen gegen Volkswagen (mehr…).
  • Auf Immobilienrecht spezialisiert sich 3A, ein Spin-off um einen erfahrenen Partner von CMS Hasche Sigle (mehr…).
  • Von Freshfields löst sich ein größeres Team und geht als Blomstein an den Start. Im Fokus: regulierungsnahe Arbeit (mehr…).
  • Chinas größte Kanzlei, Yingke Law Firm, eröffnet mittels einer Kooperation. Die Einheit firmiert als Yingke Dr. Köhler (mehr…).

In Düsseldorf

  • Die britische Versicherungskanzlei Clyde & Co. startet mit einem Team von Noerr (mehr…).
  • Pinsent Masons eröffnet ihr zweites deutsches Büros mit Energierechtlern von KPMG Law und gewinnt zügig weitere Anwälte (mehr…).
  • Herbert Smith Freehills startet mit dem früherem Clifford-Litigationschef und stockt rasch weiter auf (mehr…).
  • Die Boutique Vossius & Partner positioniert sich mit der Eröffnung für die neue europäische Ordnung der Patentgerichtsbarkeit (mehr…).
  • Als Novacos starten mehrere Associates der renommierten Clifford-Pharmapraxis (mehr…).

In Frankfurt:

  • Nach langer Zeit gelingt der US-Kanzlei Gibson Dunn & Crutcher mit anerkannten Partnern von Latham & Watkins der Einstieg (mehr…).
  • Die Arbeitsrechtsboutique Pusch Wahlig nimmt die Bankenbranche ins Visier (mehr…).
  • Die aus Boston stammende US-Kanzlei Goodwin Procter wagt den Markteintritt mit Anwälten von Ashurst (mehr…).

In Hamburg

  • Die Hansestadt sieht den nächsten Spin-off von Freshfields. Die Anwälte von Chatham Partners setzen auf Infrastruktur-, Energie- und Immobilienprojekte (mehr…).
  • Mit einem breiteren Beratungsansatz will sich Neuwerk etablieren, eine Kanzlei, deren Gründer von Freshfields und Roxin kommen (mehr…).

In Köln:

  • Die bislang nur in Hamburg vertretene britische Kanzlei Ince & Co. eröffnet mit Versicherungsrechtlern von CMS Hasche Sigle und BLD (mehr…).
  • Freshfields Bruckhaus Deringer schließt den Standort, die meisten Anwälte wechseln ins Düsseldorfer Büro (mehr…).

In Leipzig:

  • Die einst führende Kanzlei der Region, Mohns Tintelnot Pruggmayer Vennemann, zerbricht. Es profitieren vor allem Gruendelpartner und Petersen Hardraht Pruggmayer (mehr…).

In München:

  • K&L Gates gewinnt für die Eröffnung einen Bank- und Kapitalmarktrechtler von King & Wood Mallesons (mehr…).
  • Gleich mit 20 Anwälten startet Dentons, der Großteil kommt von Norton Rose Fulbright. Deutschland ist Teil der globalen Expansionsstrategie der Kanzlei (mehr…).
  • Die aktuellen Entwicklungen und die künftige Rolle der Stadt im Patentwesen treiben Hoyng ROKH Monegier nach Süddeutschland (mehr…).
  • Die bislang auf die USA konzentrierte IP-Kanzlei Ratner Prestia setzt ebenfalls auf das künftige europäische Patentsystem (mehr…).
  • Als Ego Humrich Wyen geht ein Spin-off von Hengeler Mueller-Anwälten an den Start (mehr…).
  • White & Case macht ihr Büro zu und holt die Anwälte nach Frankfurt, der letzte noch dort verbliebene Vollpartner geht zu PwC Legal (mehr…).

Unter Wettbewerbsdruck

Wie Kanzleien auf den enger werdenden Markt reagieren

  • Zum Jahresbeginn 2016 werden bei den umsatzstärksten Kanzleien weniger Equity-Partner ernannt als im Vorjahr (minus 14 Prozent) (mehr…).
  • Clifford Chance (mehr…), Ashurst (mehr…) und Freshfields Bruckhaus Deringer (mehr…) haben ihr Lockstep-System bereits flexibilisiert, bei Linklaters (mehr…) befasst sich eine Arbeitsgruppe mit Optionen.
  • Auch bei Allen & Overy in Deutschland soll es Diskussionen um den Lockstep geben (mehr…).
  • King & Wood Mallesons will die Partnerriege in Europa ausdünnen und beschließt eine Rekapitalisierung (mehr…).
  • Osborne Clarke führt neue Hierarchiestufen ein und legt die erwarteten Arbeitsstunden auf 2.000 fest (mehr…).
  • Freshfields Bruckhaus Deringer geht eine Kooperation mit dem Software-Anbieter Leverton ein.

 

Die Köder sind ausgelegt

Kanzleien buhlen um hochqualifizierten Nachwuchs

  • Kanzleien planen 2016 mit mehr Einstellungen als 2015 (mehr…).
  • Die US-Kanzleien Latham & Watkins, Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan, Skadden Arps Slate Meagher & Flom und Kirkland & Ellis erhöhen die Einstiegsgehälter auf bis zu 125.000 Euro (mehr…).
  • Hengeler Mueller legt ebenfalls drauf und zahlt Berufseinsteigern 120.000 Euro (mit LL.M) beziehungsweise 110.000 Euro (ohne LL.M) (mehr…).
  • Willkie Farr & Gallagher führt einen Start-up-Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro ein, in Summe gibt es dann 130.000 Euro (mehr…).
  • Mittelstandberater rüsten auf: Esche Schümann Commichau, Kümmerlein und Menold Bezler starten gemeinsames Nachwuchsprogramm.
  • White & Case ändert die Gehaltsstrukturen und verlängert den Weg zum Local Partner (mehr…).

Karten neu gemischt

Unternehmen feilen weiter an der Mandatierung

  • EnBW: Der Energieriese baut seine Beraterliste um. 14 Sozietäten, darunter auch kleinere, mittelständische Einheiten, erhalten den Zuschlag. General Counsel Bernd-Michael Zinow will künftig für externe Anwälte zehn Prozent weniger ausgeben (mehr…).
  • Royal Dutch Shell: Der Konzern verkleinert seine globale Beraterliste auf sechs Kanzleien und schafft das deutsche Panel ganz ab. Mehrere Millionen Euro will der Konzern  einsparen. Nächster Schritt: ein Offshore-Legal-Center (mehr…).
  • British Telecom: Der britische Konzern ist wohl der erste, der auf das Brexit-Votum reagiert. Zunächst hatte er die Entscheidung ausgesetzt, nun wird es zwei Beraterlisten geben: eine für Großbritannien und eine internationale.

Konzerne bauen um

Es sind nicht immer – aber oft – Krisen, die die Rechtsfunktionen in Unternehmen auf den Kopf stellen. Einige markante Veränderungen:

  • Deutsche Bank: In wohl keinem anderen Dax-Unternehmen dreht sich das Personalkarussell so schnell wie hier. Bekannte Köpfe, darunter Daniela Weber-Rey als weltweite Governance-Chefin und Dr. Ulrich Göres, von der Ersten Bank aus Wien als Anti-Geldwäsche-Chef geholt, packten die Koffer. Weber-Reys Posten übernahm Dr. Florian Drinhausen (mehr…). Jüngste Entwicklung: Shearman & Sterling-Partner Georg Thoma verlässt den Aufsichtsrat. Ihn wird Prof. Dr. Stefan Simon, zuvor Partner bei Flick Gocke Schaumburg, ersetzen (mehr…).
  • Deutsche Bahn: Seit Ronald Pofalla auch den Rechtsbereich unter sich hat, verlassen mit der Chefjuristin Marianne Motherby und dem Kartellchef Christopher Rother zwei anerkannte Unternehmensjuristen den Logistiker. Das Rechtsteam leitet nun Bahn-Veteran Dr. Alexander Gommlich. Rothers Posten fällt später dem Abteilungsumbau zum Opfer, er selbst ist heute bei der Kanzlei Hausfeld (mehr…).
  • Volkswagen: Seit gut einem Jahr kämpft der Autobauer mit der Dieselaffäre und beschäftigt Heerscharen von Anwälten. Der langjährige Chefjurist Michael Ganninger verließ inzwischen den Konzern, an seine Stelle rückte Dr. Manfred Döss, zugleich Vorstand der Porsche SE. Er und VW-Neuvorstand Dr. Christiane Hohmann-Dennhardt versuchen, die Lage juristisch in den Griff zu bekommen (mehr…).
  • Daimler: Weil Vorstand Hohmann-Dennhardt zu VW ging, muss auch Daimler neu nachdenken. Der Konzern erhält den Posten, Rechtschefin Renata Jungo Brüngger übernimmt das Vorstandsressort Integrität und Recht. Die Rechtsabteilung wird heute von Dr. Thomas Laubert geleitet (mehr…).