Köln

Ein Marktführer verabschiedet sich

Lange war im Markt darüber spekuliert worden, ob Freshfields Bruckhaus Deringer sich auf Dauer zwei Büros im Rheinland leisten wird. Doch als die Kanzlei verkündete, das Kölner Büro zum Jahresende 2016 schließen zu wollen, kam das einem Paukenschlag gleich. Vor allem auf Freshfields’ Associate-Ebene sorgte die Ankündigung kräftig für Unruhe. Auch für Köln als Anwaltsstandort war die Entscheidung ein Tiefschlag, ist die Riege internationaler Kanzleien dort doch – im Gegensatz zu Düsseldorf – in den letzten Jahren geschrumpft. CMS Hasche Sigle allerdings beschert der Weggang von Freshfields nun eine Alleinstellung an der lokalen Marktspitze. Auch Osborne Clarke und DLA Piper demonstrierten, wie es sich mit einer ausgeprägten Branchenfokussierung in Köln gut bestehen lässt. DLA insgesamt will sich jedoch künftig noch stärker auf hochwertiges Geschäft konzentrieren. Das könnte noch Spuren in Köln hinterlassen.

Neue Chancen für lokale Player

Ambitioniert zeigten sich mittelgroße lokale Einheiten, wie Loschelder oder Seitz. Bei beiden sind die Fortschritte im M&A bemerkenswert, wo sie inzwischen auch bei Konzernen für mittelgroße Transaktionen zum Einsatz kommen. Loschelder punktet zudem mit einer engen Verzahnung zum Immobilienrecht, während Seitz es versteht, Arbeits- und Gesellschaftsrecht immer besser zu verbinden. Gerade für Kanzleien wie diese dürfte die Schließung des Freshfields-Büros, wenn auch in überschaubarem Umfang, Marktanteile freimachen.

Städteduell am Rhein


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