Salzburg

(Stand 29. September 2015)

Worum geht’s?

  • Nur wenige Kanzleien bieten fokussierte wirtschaftsrechtliche Beratung
  • Mandatsbeziehungen traditionell eng an Personen geknüpft
  • Anwaltsmarkt präsentiert sich kleinteilig

Scheinbar beschaulich geht es auf dem Salzburger Kanzleimarkt zu. Ähnlich wie andere regionale Anwaltsmärkte in Österreich ist auch Salzburg geprägt von Kanzleien, die in Familienhand sind, viele Mandatsbeziehungen existieren generationenübergreifend. Denn auch auf Mandantenseite finden sich zu einem ganz überwiegenden Teil eigentümergeführte Unternehmen, die von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.

Doch der Schein trügt: Neben dem wohl einschneidensten Ereignis, der Trennung des einst unangefochtenen Platzhirschs Raits Ebner in Raits Bleiziffer und Ebner Aichinger Guggenberger 2008, brachte zuletzt der zunehmende Spezialisierungsgrad einiger Einheiten eine gewisse Dynamik in den von festen Beziehungen geprägten Anwaltsmarkt.

Expertise einiger Insolvenzrechtler über die Region hinaus bekannt

Ganz oben steht dabei die Restrukturierungs- und insolvenznahe Beratung.Einige Insolvenzrechtsexperten, wie zum Beispiel Dr. Karl Vavrovsky von Vavrovsky Heine Marth oder auch Dr. Walter Aichinger von Ebner Aichinger Guggenberger und Dr. Wolfgang Kleibel von K-B-K Kleibel Kreibich Bukovc Hirsch, betreuen als Masseverwalter immer wieder Verfahren, die über die Region hinaus Beachtung finden. Daneben erhöhen Boutiquen mit bundesweit bekannter Expertise im Vergaberecht wie Heid Schiefer oder Abfall-, Energie- und Umweltrecht wie Niederhuber & Partner den Druck auf die alteingesessenen Einheiten. Sie punkten mit hochspezialisierter Beratung bei namhaften Mandanten wie dem Land Salzburg und dem Flughafen Salzburg.

Dank personellem Wachstum gelingt spezialisierte Beratung

Die beiden Salzburger Großkanzleien, Pressl Endl Heinrich Bamberger und Ebner Aichinger Guggenberger schafften zuletzt durch ihr personelles Wachstum die Voraussetzungen, stärkere Spezialisierungen herauszubilden: einerseits, um fachlich anspruchsvolle Mandate halten zu können, aber auch um sich über die Region hinaus einen Namen in Spezialbereichen zu machen. Zudem ermöglicht diese Aufstellung auch eine gewisse Präsenz bei lukrativen Transaktionsmandaten.